Die Lösungen

“Die EU-Agrarpolitik, insbesondere die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP),
sollte die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen”

Was wir tun können, um Bienen und andere Bestäuber zu schützen

Die Bedrohungen, denen Honigbienen und wild lebende Bestäuber ausgesetzt sind, sind real, signifikant und komplex. Es ist eine umfangreiche, aber unbedingt notwendige Aufgabe, ihnen in ihrer Gesamtheit mit einem integrierten Ansatz zu begegnen.

Die stärkste Bedrohung geht derzeit jedoch von der chemieintensiven Landwirtschaft aus; die schädlichen Auswirkungen einer solchen Landwirtschaft einzudämmen, ist zweifellos ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Jeder Fortschritt, der bei der Umwandlung des derzeitigen destruktiven, chemieintensiven Landwirtschaftssystems in ein ökologisches Agrarsystem erzielt wird, kommt nicht nur der globalen Bestäubergesundheit zugute, sondern wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf andere Umweltdimensionen und die Ernährungssicherheit des Menschen aus.

1. Den Einsatz bienenschädlicher Pestizide verbieten

…angefangen bei den gefährlichsten und populärsten derzeit in der EU zugelassenen Pestiziden; es sind Imidacloprid, Thiamethoxam, Clothianidin, Fipronil, Chlorpyrifos, Cypermethrin und Deltamethrin (siehe Tabelle 1).

2. Landwirtschaftliche Praktiken unterstützen und fördern

Durch die Verabschiedung nationaler Aktionspläne für Bestäuber landwirtschaftliche Praktiken unterstützen und fördern, die sich positiv auf Bestäubungsleistungen in Agrarsystemen auswirken, so z. B. Fruchtfolgen, ökologische Schwerpunktbereiche in landwirtschaftlichen Betrieben und biologische Landwirtschaftsmethoden.

3. Schutz natürlicher und naturnaher Lebensräume

Den Schutz natürlicher und naturnaher Lebensräume innerhalb und in der Umgebung von Agrarlandschaften verbessern und die Biodiversität auf Agrarflächen erhöhen.

4. Mehr Mittel für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung

…ökologischer Anbaupraktiken zur Verfügung stellen, die Abstand von chemischen Schädlingsregulierungsmitteln nehmen und auf biodiversitätsbasierte Instrumente zurückgreifen, um Schädlinge abzuwehren und die Ökosystemqualität zu verbessern. Entscheidungsträger der EU sollten im Rahmen der GAP (Direktzahlungen) und im Rahmen von Horizont 2020 (EU-Forschungsrahmenprogramm) die wissenschaftliche erforschung ökologischer Landwirtschaftslösungen stärker finanzieren.

"Verhinderung der Schädigung von Bestäubern durch
den Verzicht auf potenziell bienenschädliche Pestizide"

− Was du tun kannst

"Verbesserung der Bestäubergesundheit in
Agrarökosystemen und naturnahen Lebensräumen"

− Was du tun kannst

"Biodiversitätsreiche Anbausysteme ohne Agrochemikalien:
ökologische, biologische und nachhaltige Systeme"

− Was du tun kannst

Schicke dem zuständigen Minister eine Email

Sehr geehrter Herr Minister Schmidt,

Bienen und andere bestäubende Insekten sind unersetzliche Helfer in der Landwirtschaft. Ein Großteil unserer Nahrungsmittel ist von der Bestäubung abhängig! Weltweit gehen die Bestände an Honig- und Wildbienen jedoch zurück. Spritzmittel, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, tragen zum Bienensterben bei. Der Bienenschutz in Europa und in Deutschland reicht nicht aus. Obwohl die Gefährlichkeit von Nervengiften wie Imidacloprid, Clothianidin, Thiamethoxam und Fipronil für die Bienen anerkannt wird, gibt es lediglich eine zweijährige Anwendungsbeschränkung, die auch bereits teilweise durch Ausnahmeregelungen wieder außer Kraft gesetzt wurde. Das ist inakzeptabel. Ich fordere Sie auf:

  • Verbieten Sie für Bienen gefährliche Agrargifte sofort und ohne Ausnahmeregelungen!
  • Machen Sie ein dauerhaftes Verbot für Bienenkiller!
  • Verbieten Sie den Einsatz von Pestiziden auf ökologischen Vorrangflächen!
  • Setzen Sie sich für eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft ein!

 

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To:

  • Christian Schmidt
  • Wilhelmstraße 54
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • 10117 Berlin, Deutschland
141'393

Briefe wurden verschickt

vor 6 Minuten

hat sich Cole Westwood für die Bienen eingesetzt